Aktuelle Lieferkettenprobleme in der Seefracht

Lieferkettenprobleme in der Seefracht

Die Ursachen für die instabilen Lieferketten sind vielseitig: Container-Mangel, Lockdowns in China, fehlende Lkw-Fahrer, der Krieg in der Ukraine - und das alles, während die Nachfrage besonders im E-Commerce weiter steigt. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie sind die Nachrichten mit Engpässen überströmt. Die plötzliche Verknappung von Rohstoffen sorgte für Verzögerungen in der Herstellung. Auch mussten ganze Fabriken und Lagerhallen schließen, was zu einer Störung der gesamten Fulfillment- und Vertriebsprozesse führte. Nicht nur Logistiker sind von den Engpässen betroffen. Der gesamte Welthandel leidet zurzeit unter den politischen Unsicherheiten. Vor Allem die Seefracht steht aktuell vor großen Herausforderungen. Daher ist es, gerade in der aktuellen Zeit, von zentraler Bedeutung die Resilienz der Supply Chain zu erhöhen, um den aktuellen Lieferkettenprobleme entgegenzuwirken.

Die aktuelle Lage in der Seefracht.

Besonders zwischen Asien und Europa sind Containerschiffe seit Beginn der Pandemie je nach Route deutlich länger unterwegs als üblich. Die Schiffe treffen durchschnittlich mit 10 Tagen Verspätung im Hafen ein. Es kann allein 6-7 Tage dauern, bis ein Container raus ist, statt üblich 2-3 Tage. Diese Schiffstaue machen sich besonders durch Corona bedingte Schließungen von Hafenterminals in China bemerkbar. Allein an der Nordsee stecken 2% der globalen Frachtkapazität im Stau der Schiffe vor den Häfen fest. Diese Schiffe können weder be- noch entladen werden. Weltweit stecken derzeit mehr als 11% der verschifften Waren im Stau.

Nicht nur einige Corona-Lockdowns haben die globalen Lieferketten vor einige Herausforderungen gestellt. Auch der Russland-Ukraine-Konflikt hat verheerende Folgen für die internationalen Lieferketten. Im schwarzen Meer seien viele Schiffe bereits verloren gegangen, während einige in den Häfen der Ukraine festsitzen.

Hinzu kommt, dass der Suezkanal im März 2021 durch das Containerschiff „Ever Given“ für 6 Tage lang blockiert wurde. Auch das störte den Welthandel enorm, da durch die Wasserstraße normalerweise rund 10% des weltweiten Seehandels verläuft.  

Aktuelle Situation in den Lägern.

Gleichermaßen haben Logistiker mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Lagerhallen sind bis aufs Maximum gefüllt, sodass es keine neuen Stellplätze gibt, da Unternehmen sich mit mehr Ware abdecken. Die Ware just-in-time beim Kunden anzuliefern ist durch die Verzögerungen nur bedingt möglich. Außerdem müssen immer mehr Güter zwischengelagert werden, wenn es zu Verspätungen in einem Teil der Lieferkette kommt.

Lieferkettenprobleme

„Just-in-Time wurde zu Just-in-Case“

Supply Chain Challenges 2022

Laut einer Accenture-Studie kosteten Lieferkettenstörungen im Zusammenhang mit Corona die Volkswirtschaften der Eurozone alleine im vergangenen Jahr fast 113 Milliarden Euro an verlorenem Bruttoinlandsprodukt. Die Prognose ist noch düsterer: Bis 2023 könnten diese Verluste auf rund 920 Milliarden Euro klettern, vor allem infolge der Kriegshandlungen in der Ukraine.“ 

 

(Wiener Zeitung, 2022)

Was können Sie jetzt tun?

Da die vielseitigen globalen Probleme auch in der kommenden Zeit noch Spuren hinterlassen werden, ist es an der Zeit proaktive Schritte zu unternehmen und den aktuellen Herausforderungen der globalen Lieferkette entgegenzuwirken. So gilt es das Design von Supply Chains neu zu betrachten.

Sie fragen sich wie Lieferketten krisenfester gestaltet werden können?

Hier finden Sie einige Strategien, wie Sie die Lieferkette widerstandsfähiger gestalten können und sich somit von der Konkurrenz abheben:

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Messung der Lieferkettenleistung.

Lieferkettenmetriken (auch Supply Chain Key Performance Indicators oder KPIs genannt) sind die Zahlen, Kennzahlen und Parameter, die zur Messung der Lieferkettenleistung verwendet werden. Sie quantifizieren verschiedene Aspekte Ihrer Lieferkette, wie zum Beispiel Lieferung und Bestandsbewegung. Diese Kennzahlen können einem Unternehmen helfen, Bereiche zu erkennen, in denen die Effizienz der Lieferkette verbessert werden könnte. Dadurch können Sie proaktiver sein und die Widerstandsfähigkeit und Agilität Ihrer Lieferkette erhöhen.

Wichtige Metriken sind zum Beispiel:

  • Pünktliche Lieferung

  • Beschädigungsfeie Lieferung

  • Zykluszeit der Kundenbestellung

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Transparente Lieferkette als Schlüssel.

Um die Lieferkettenmetriken zu verbessern, ist es wichtig in Echtzeit Einblick in Ihre gesamte Lieferkette zu haben. Umso transparenter die Lieferkette, desto schneller identifizieren Sie Engpässe und Verzögerungen. Der beste Weg einen Einblick in alle Lieferkettenprozesse zu erlangen, ist die Implementierung eines Bestandsverwaltungs- oder Warenmanagementsystems.

Aus der logistischen Perspektive sind dafür Dienstleister notwendig, die über ausreichende, digitale Kompetenzen zur Realisierung der Transparenz und des Risikomanagements mit alternativen Handlungsoptionen im Falle eines Problems verfügen.

Mit dem Tool von warespace können Sie alle Daten und Metriken auf einem Blick digital sehen. Mit unserem Dashboard, dem aWARE System, ist es so beispielsweise möglich Bestände und Aufträge einfach zu verwalten. Sie erhalten außerdem einen Blick in die Retourenübersicht. Diese End-to-End-Transparenz der Lieferkette ermöglicht es Ihnen, Fehlbestände, Nachbestellungen und zu hohe Transportkosten zu vermeiden und somit langfristig die Leistung vieler Funktionen der Supply Chain zu verfolgen.

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Partnerschaft mit mehreren Logistikdienstleistern.

Durch das Zurückgreifen auf mehrere Logistiker haben Sie einerseits mehr Lager- und Versandflexibilität sowie Skalierungschancen, jedoch können hierbei auch Schwachstellen miteinhergehen.

Warum? Viele verschiedene Logistikdienstleister bringen auch vermehrte Kommunikationskanäle sowie Abstimmungen zu Ihren spezifischen Abwicklungsprozessen mit sich. Wie können Sie nun trotzdem von der bereits erwähnten Lager- und Versandflexibilität sowie Skalierungschancen profitieren? Mit warespace bekommen Sie Logistik aus einer Hand: Ein Kommunikationspartner mit einem starken Logistiknetzwerk, ohne mehrere Partner selbst verwalten zu müssen. So stellt das Logistik-Knowhow unserer staken Partner sicher, dass alle Ihre Fulfillment-Prozesse nahtlos ineinandergreifen, um deren Effizienz zu steigern.

Logistikdienstleister als exzellente Outsourcing-Partner.

Nicht nur Unternehmen aus dem Handel und der Industrie müssen sich den aktuellen Herausforderungen stellen, sondern auch Logistikdienstleister müssen reagieren, um die sich transformierenden Lieferketten wieder zu stabilisieren. Sie können so aufgrund ihrer Expertise als wertvolle Outsourcing-Partner fungieren. Zu Zeiten sich stark wandelnder Supply Chains können Logistikdienstleister durch Kenntnisse über rechtliche Rahmenbedingungen gepaart mit den IT-technischen Kompetenzen zur Gewährleistung der Transparenz in den Lieferketten als hilfreiche Stütze für Ihre Kunden dienen.

Effektives Krisenmanagement mit dem richtigen Fulfillment Partner!

Durch den Mehrwert von warespace können Sie Lieferkettenprobleme ganz einfach vorbeugen. Dadurch wird es Ihnen ermöglicht, eine Just-in-Time-Produktion auch in den aktuellen Krisenzeiten zu bewahren und so den Anforderungen der Kund:innen gerecht zu werden.

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Den Problemen von morgen schon heute entgegenwirken! Mit dem richtigen Partner!

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